09. Dezember 2020
Belvoirpark Zürich

Mediation bei IP-Streitigkeiten?

Sinn und Zweck einer Mediation ist eine aussergerichtliche Konfliktlösung, die auf Basis eines gemeinsamen Austausches sowie der Beleuchtung von Hintergründen erarbeitet wird. Durch die Mediation sollen die bisher zerstrittenen Parteien dazu bewegt werden, wieder miteinander zu sprechen, damit eine für beide Parteien zufriedenstellende Konfliktlösung erreicht wird. Am Ende der Mediation und der damit verbundenen Lösung des Konflikts treffen die Parteien eine verbindliche und für die Zukunft gültige Vereinbarung. In der Mediation geht es im Gegensatz zum Gerichtsprozess nicht um die Ermittlung des "Schuldigen", sondern um eine positive Konfliktlösung. Gerade z.B. bei einem grösseren Projekt oder einem Joint Venture, bei welchem IP-Rechte im Vordergrund stehen, kann es durchaus Sinn machen, zuerst eine vorgelagerte Mediation durchzuführen, bevor die Streitigkeit im Rahmen eines Schiedsgerichts- oder Gerichtsverfahren jahrelang ausgefochten wird. Eine Mediation kann zu einer Kosten- und Zeitersparnis führen. Es bedingt jedoch, dass die Parteien einem Mediationsverfahren grundsätzlich offen gegenüberstehen. Gerade im angelsächsischen Rechtsraum sind IP-Mediationen sehr beliebt. In der Schweiz herrscht leider immer noch ein wenig die Meinung vor, dass Mediationen nur in Bezug auf Ehe- und familienrechtliche Streitigkeiten Sinn machen. Die Referentin ist selber akkreditierte Mediatorin und wird einen Überblick geben, wann welche Art von Mediation Sinn macht, welche ADR Institute Mediation anbieten und ob einer IP-Mediation ein Schieds- oder Gerichtsverfahren folgen muss. Schliesslich wird sie über Praxisbeispiele und Fälle sprechen, wo Mediation hilfreich war und wo nicht.

Treffen Sie Clara-Ann Gordon am Schulthess Forum Intellectual Property 2020.